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Familien KMU verbessert Wirtschaftlichkeit
Auch dieses kleine Familienunternehmen wollte lieber anonym bleiben, aber wir haben diese Fallstudie aufgenommen, weil sie zeigt, welche Gewinne sich erzielen lassen, wenn man ein Unternehmen wirtschaftlicher macht. Das litauische Unternehmen wurde 2001 gegründet und ist eines der am schnellsten wachsenden Gazellenunternehmen des Landes. Es ist im Grunde ein Verlagsunternehmen, das jedoch neben dem Verlagswesen über traditionelle und Online-Massenmedien – teils im Auftrag, teils auf eigene Rechnung – unterschiedliche Leistungen wie z. B. Informationsprojekte, Foto- und PR-Arbeiten anbietet. Es konzentriert sich vor allem darauf, das Image von Litauen durch repräsentative, touristische und Bildungspublikationen und über Massenmedien zu stärken. Zu seinen Kunden zählen sowohl Unternehmen (z.B. Erbringung von Werbedienstleistungen), als auch Verbraucher (z.B. Werbung für Buchhandlungen) und Behörden. In seinem Geschäftsmodell hat es die Rolle eines Mittlers; es erreicht Kunden über Messen, Festivals und seinen eigenen Webshop.

Das Unternehmen hatte einen Blitzstart, verzeichnete ein rasches Wachstum und gründete daraufhin mehrere Standorte, die sich auf verschiedene Produkt- und Kundengruppen spezialisierten. Dies hatte jedoch einen Anstieg der Koordinierungskosten sowie operative Probleme zur Folge, z. B. weil Ressourcen nicht am richtigen Ort waren oder es schwer war, diese überhaupt zu lokalisieren, was zu langen Vorlaufzeiten und Prozessen führte, die länger als erwartet dauerten. Es wurde nicht nur deutlich, dass das Unternehmen seine Aktivitäten an einen gemeinsamen Standort zusammenführen musste, sondern auch, dass das Geschäftsmodell überdacht werden musste, insbesondere weil die Lagerhaltung und die Logistik sich zu einem eigenständigen Bereich entwickelten, der die vom Unternehmen angebotenen Dienstleistungen unterstützte.

„Wir zogen unter ein gemeinsames Dach, wodurch es uns möglich war, unsere Entscheidungsfindung, unsere Entwicklung und das Management unserer Dienstleistungen zu beschleunigen.” (CEO)
 
Dies schaffte auch Raum für weitere Aktivitäten wie z.B. den Webshop, und das Unternehmen gliederte Aktivitäten wieder ein, die zuvor von Fremdfirmen durchgeführt wurden. Im Rahmen des Geschäftsmodell-Innovationsprozesses wurde eine SWOT-Analyse, eine Analyse der Kundenbedürfnisse und eine Kosten-Gewinn-Analyse ähnlich der Deadly-Waste-Canvas durchgeführt. Dies half dem Unternehmen erfolgreich bei der Konsolidierung der Schlüsselaktivitäten und der Freisetzung von Ressourcen, wodurch es möglich war, alternative Kanäle zu nutzen und neue Dienstleistungen anzubieten.